Glossar · A
Angebotskalkulation
Die Angebotskalkulation ermittelt aus Kosten, Zuschlägen und Gewinn den Preis, den ein Betrieb im Angebot nennt.
Grundlage sind das Leistungsverzeichnis und die Vergabeunterlagen. Der Betrieb ermittelt je Position die Kosten für Lohn, Material, Geräte und Nachunternehmer, addiert Zuschläge für Baustellengemeinkosten und allgemeine Geschäftskosten sowie Wagnis und Gewinn. Daraus entsteht der Einheitspreis. Die Summe aller Positionen ergibt die Angebotssumme.
Eine saubere Kalkulation hilft nicht nur im Wettbewerb, sondern auch später. Bei Nachträgen dient die Urkalkulation als Basis für die Preisermittlung neuer Leistungen. Öffentliche Auftraggeber verlangen sie bei Auffälligkeiten oder als versiegelte Unterlage. Kalkulieren Sie realistisch: Zu niedrige Preise können als unangemessen gelten und zum Ausschluss führen, außerdem gefährden sie den Betrieb. Nutzen Sie einen belastbaren Verrechnungssatz, zum Beispiel mit dem Stundensatz-Kalkulator.
Praxis: Bewahren Sie die Kalkulation zu jedem Auftrag auf und vergleichen Sie sie nach Abschluss mit den tatsächlichen Kosten. Aus diesen Abweichungen lernen Sie, wo Ihre Zuschläge zu knapp sind.
Verwandte Begriffe
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